Jessen & Hansen

 
 
 
 
 

Vorwort

Zweiter Stammhof in Bondelum
Aufgenommen 1938
Erbaut 1839 von Thomas Jessen geb. 15.12.1793
Abgerissen 1976

Die Ahnen- bzw. Stammesforschung ist erst in den letzten Jahren nach dem 1. Weltkrieg, für die bürgerlichen Familien populär geworden. Davor waren es zur Hauptsache Fürsten- und Adelsgeschlechter, die sich eingehend mit der Erforschung ihrer Vorfahren beschäftigten.

Schon im frühen Alter hat mich immer der Gedanke beschäftigt, zu wissen, wer und was meine Ahnen einmal waren. Die Aufzeichnungen der arischen Abstammung, welche meine Eltern unter Adolf Hitler bei ihrer Eheschließung bis zur dritten Generation erbringen mußten, machten mich neugierig. Meine Neugierde konnte aber nur dürftig befriedigt werden, da keiner viel mehr wußte als das, was schon auf dem Papier stand und nur drei Generationen zurückreichte. Als das Interesse über meine Ahnen in mir erwachte war ich etwa 15 Jahre alt, zu jung, um mich selbst ernsthaft damit zu beschäftigen und deshalb schlief die Nachforschung erst einmal wieder ein. Es sollte etliche Jahre später etwas daraus werden, und zwar in Kanada. Unter den Immigranten sprach man sehr häufig über seine Abstammung und Herkunft und so weckte es in mir erneutes Interesse.

Meine Aufzeichungen beschränkten sich zunächst auf die Angaben meiner Eltern und welche mir meine Tante Eline Hansen geb. Jessen, eine Schwester meines Vaters, zukommen ließ.

Nach der Rückkehr aus Kanada im Jahre 1969 fing ich dann ernsthaft und intensiv an, mich mit der Genealogie zu befassen, wobei mir meine Tante anfangs sehr behilflich war. Sie war auch die Einzige von den ganzen Jessen, die ebenfalls starkes Interesse hatte, etwas Licht in die Vergangenheit unserer Vorfahren zu bringen.

Meine Absicht war es nicht, als ich mit der Stammes- und Ahnenforschung begann, große und bekannte Leute ausfindig zu machen. Der Schwerpunkt meines Interesses lag darin, herauszufinden, wo die Wiege der Jessen stand, welche Berufe vorkamen und in wieweit die Jessen, derer vieler es im schleswigschen Raum gibt, miteinander verwandt sind.

Wenn man das Bild einer Familie über mehrere Generationen betrachtet, kann man es mit dem Wellengang der See vergleichen, ein Auf und Ab, mal stärker oder schwächer, eine Gleichmäßigkeit hat wohl kaum jemand aufzuweisen.

Es sieht so aus, als wenn die Ahnenforschung in der Zukunft mehr an Bedeutung gewinnen wird. Die Völkervertreibung aus politischen Günden und Flucht aus wirtschaftlicher Armut, welche Millionen von Menschen aller Rassen und Hautfarbe von einem Land zum anderen ziehen lassen, wird wohl in der Zukunft verstärktes Interesse aufkommen lassen, sich seiner Herkunft und Ahnen zu errinnern. Diese Völkerverschmelzung stößt oft auf Widerstand und wird von vielen Menschen nur beschränkt toleriert, es wird von gewissen Interessengruppen, welche die neue Weltordnung bestimmen, gesteuert, die eine multikulturelle Gesellschaft ohne Nationalstolz heranzüchten wollen. Ist es da nicht von Bedeutung, für unsere Nachfahren den Beweis zu erbringen, wer und was ihre Ahnen einmal waren, um nicht einfach in der großen Masse unterzugehen?

Wer nun anfängt Unterlagen einer Familie zu sammeln, der sollte sich klar werden, daß es drei verschiedene Möglichkeiten gibt:

  1. Ahnenforschung
  2. Stammesforschung-Namensträger
  3. Sippe - die gesamte Verwandtschaft

Ich habe bisher versucht, 1. und 2. zu bearbeiten, ob es mir vergönnt sein wird, diese befriedigend zum Abschluß zu bringen, hängt davon ab, daß der Weltfrieden erhalten bleibt, und mir noch viele Jahre zum Forschen vergönnt sind. Es ist zu wünschen, daß das gesammelte Material den nachfolgenden Generationen zur Anregung und zur Weiterführung anregt.

Horst Jessen
Mississauga, ON Kanada

 
 


Kontakt: Horst Jessen

Letzter Update: 01-07-2010
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